Pressetext zur Ausstellung Künstlerinnen-Bücher

Die 8 ausstellenden Künstlerinnen überraschen mit sehr persönlichen Werken:

 

Christiane von Götz übermalt teils pastos, teils lasierend Buchseiten mit weißer Farbe. Darauf entstehen zumeist Akt-Skizzen und experimentelle Studien. Das durchscheinende, bisweilen aufblitzende Original ist dabei Teil des künstlerischen Gesamtbildes.

 

Die Keramikerin Angelika Karoly präsentiert von ihren Keramikplastiken Fotodrucke auf Stoff, kombiniert mit handschriftlichen literarischen Texten, z.B. Texte von Pablo Neruda, Hilde Domin, Hölderlin, Elisabeth Lichter, Sonja-Viola Senghaus  und Hanna Leybrand- sowie Tagore, Theodor Storm, Rilke etc.

 

Parvati Kern liebt es, kleine Skizzenbücher unterwegs mitzuführen und mit schwarzem Rollerstift oder Bleistift nach Lust und Laune zu füllen und zu Hause zu kolorieren.

 

Sehriban Köksal Kurt nennt ihre Zeichen-Bücher „ihre innere Stimme“. Der Augenblick, der Zufall sowie der Ort selbst, an denen sie in Aktion tritt, beeinflussen das Wesen ihrer Zeichnungen. Dabei interessiert sie insbesondere das Schnittfeld von Kunst, Philosophie und Psychologie.

 

Petra Lindenmeyer arbeitet oft mit Fund-Materialien. Unter ihr Messer kamen dicke Taschenbücher aus der Abteilung „Frauenliteratur“, so etikettiert und aussortiert von der örtlichen Bücherei. Sie traktierte und bestickte die Seiten mit Gedichten der GEDOK-Lyrikerinnen, auf dass das Versprechen „Frauenkunst“ sich letztlich einlöse. 

 

Die Hörkünstlerin Eva Claudia Nuovia zeichnet in Ihren Künstlerbüchern Konzerte und Lesungen simultan mit. Es entstehen Artituren, die von den Musikern „gelesen“ werden können. Dem Betrachter präsentieren die visuelle Klangserien „Musik für die Augen“.

 

Durch Falten, Schneiden und Reißen von Papier ist Isolde Otts Objekt "Stein" entstanden, durchzogen von einem roten Band mit einem Gedicht „Stein“ von Gerhild Michel. 

 

Raingard Tausch macht Material-Bücher aus Metallfolie, Draht, Drahtgewebe, Fliegengitter und Vliesmaterial, ergänzt durch Materialien aus Baumärkten sowie gemalten und collagierten Elementen. So können die Bücher beim Durchblättern nicht nur visuell, haptisch , sondern auch auditiv erfahren werden.