gezeichnet“

Ausstellung in der Galerie GEDOK in Heidelberg vom 29.07.2017-9.09.2017

 

Großes Sommerfest zur Vernissage am 29.07. 2017

 

Acht Künstlerinnen haben unter dem Thema „gezeichnet“ ihre individuellen Zeichen gesetzt:

mit dem Bleistift, einem Holzstückchen und Druckfarbe, mit Nadel und Faden, mit Draht, mit Kreide, mit dem Kalligrafie-Pinsel.

Der größte Teil der Arbeiten befasst sich mit dem Menschen, den vielfältigen Möglichkeiten  seines inneren und äußeren Ausdrucks.

In Christel Fahrig-Holm Bleistiftzeichnungen agieren Figuren im scheinbar leeren Raum. Die Konzentration liegt auf der jeweiligen Bewegung oder Haltung der Figur, die an eine bestimmte Tätigkeit- suchen, hochklettern, stürmen, etc. geknüpft ist. Die räumliche Situation wir als solche zeichnerisch nicht ausgeführt, sodass diese gleichsam als „Leerstelle“ spürbar bleibt und für Irritationen sorgt.

Lisa Berger und Agnes Pschorn sehen den Begriff gezeichnet auch im übertragenen Sinn.

Bei Lisa Berger sind die Gesichter der Menschen vom Leben gezeichnet, von Alter, Enttäuschung, Leid, aber auch Weisheit, Klugheit, Selbstbestimmtheit. Die überlebensgroßen „Gesichter“ sind mit einem abgesplitterten Hölzchen und Druckfarbe aufs Papier gekratzt.

Die Kreidezeichnungen von Agnes Pschorn sind als schnelle Skizzen entstanden. Ihre Absicht war es nicht, die menschliche Oberfläche zu dokumentieren, sondern Emotionen  und verschlüsselte Signale ihrer Protagonisten wiederzugeben. So sind expressive, gewollt überzeichnete Gestalten entstanden.

Ganz anders Petra Lindenmeyer: Wer würde nicht mal gern in eine andere Rolle schlüpfen? Vielleicht sogar in die des eigenen Haustieres? Es wird geliebt und verwöhnt, hat keine Alltagssorgen…Die Bilderserie „Rollentausch“ zeigt Animalisches im besten Sinn: vertrauensvolle Hingabe, reine Emotionalität, Lebensfreude. In den Materialcollagen werden  flauschige Wollfäden als zeichnerisches Mittel verwendet.

Lebensgroße Figuren aus Draht bewegen sich bei Ullie Göttert im Raum. Sie sind abstrahierend überzeichnet, um einem expressiven tänzerischen Ausdruck Raum zu geben.

Durch ihre Größe wird der Betrachter dazu animiert, die Bewegungen der Figuren in seinem eigenen Körper nachzuvollziehen.

Die Landschaft ist schon seit vielen Jahren ein Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit von Sabine Friebe-Minden. In den ausgestellten Bleistiftzeichnungen „Seelenlandschaften“ erscheinen die Naturszenerien auf den ersten Blick realistisch, auf den zweiten Blick erkennt man Wolken, die sich in Stoff verwandeln, man sieht Wellen in einem Meer, die zu Büchern werden. Die Außenlandschaft wird zur Innenlandschaft und vermittelt so eine weitere nicht fassbare kontemplative Ebene.

Sigrid Kiessling-Rossmann (SIRO) vollzieht auf ihren „Schriftbildern“ die Geste kalligraphischer Gestaltung nach. Die fragilen Himalaya-und Japanpapiere versinnbildlichen schon per se eine Auseinandersetzung mit asiatischen Kulturen. Aus einzelnen Papierbändern zusammengefügt deuten auf Spiritualität und Vielfalt des Glaubens hin.

Sabine Schreier präsentiert gezeichnete Landschaft, inspiriert durch die Origami-Technik. Die dargestellten Gebirgsformationen erinnern an die Faltungen zarter, durchscheinender Papiere.

 

Die Künstlerinnen der GEDOK Heidelberg laden Sie ganz herzlich zur Vernissage und anschließendem Sommerfest ein! Für das musikalische Rahmenprogramm sorgt das s(w)ingende Damenquartett „Polka Dots“(Astrid Schmitt, Silke Grünewald, Barbara R. Grabowski & Brigitte Becker), das sich insbesondere der Musik der 50er und 60er Jahre verschrieben hat. Weitere Überraschungen der Künstlerinnen aller Sparten erwarten Sie!